Neunkircher Höhe und Felsenmeer
Reichenbach - Gadernheim - Neunkircher Höhe - Seibertstein - Gersprenzquelle - Neunkirchen - Brandau - Beedenkirchen - Felsenmeer - Reichenbach
Wegbeschreibung
Diese Wanderung beginnt bei der Bushaltestelle "Markt" in Reichenbach, einem Ortsteil von Lautertal. Wir gehen einige Meter die Nibelungenstraße hinauf und treffen auf das Wegzeichen "gelbes Quadrat", das uns nun führt. Vor der Sparkasse geht es rechts in die Knodener Straße, die in die Hohensteiner Straße übergeht. An der Straßengabelung halten wir uns links und gehen kurz darauf erneut links. Nach einer Rechtskurve führt der Weg links einen Fahrweg recht steil hinauf. Wir gelangen zu einer Schutzhütte, von der man einen schönen Blick auf Reichenbach hat. Es geht hier geradeaus weiter hinauf und am Naturdenkmal Hohenstein vorbei.
Wir gelangen auf einen festen Weg, dem wir nun folgen. An einer Abzweigung geht es rechts weiter. Bei einem Blick zurück sehen wir den Melibocus, die höchste Erhebung an der Bergstraße, und bei guter Sicht auch das Auerbacher Schloß. An einer weiteren Abzweigung laufen wir geradeaus Richtung "Gadernheim". Wir erreichen die K210 und laufen links die Straße nach Raidelbach hinunter und erreichen kurz darauf Gadernheim (1:10). Vor uns ist bereits die Spitze des Kaiserturms auf der Neunkircher Höhe zu sehen.
Wir laufen die Raidelbacher Straße entlang und gehen dann geradeaus die Nibelungenstraße hinunter. Es geht rechts in die Neunkircher Straße und einige Meter weiter erneut rechts. Der Weg führt nun wieder hinauf. An einer Kreuzung geht es links den asphaltierten Weg hinauf und bei zwei Abzweigungen jeweils geradeaus weiter. Nach einer Weile gelangen wir zu einer Gabelung im Wald, hier rechts halten. An weiteren Abzweigungen folgen wir unserem Wegzeichen "gelbes Quadrat". Nach einer Weile führt links der Weg zum Kaiserturm auf der Neunkircher Höhe hinauf (2:15).
Neunkircher Höhe und Kaiserturm
Die Neunkircher Höhe ist 605 m hoch und damit die höchste Erhebung im hessischen Teil des Odenwalds. Auf dem Berg stehen der Kaiserturm und in nördlicher Richtung ein Radarturm für den Frankfurter Flughafen.
Der Kaiserturm wurde 1888 erbaut und Kaiser Wilhelm II. gewidmet. Er war wie die vielen Aussichtstürme aus der damaligen Zeit zunächst aus Holz gebaut. 1904 wurde der Holzturm in einer Sturmnacht zerstört. Am 7. Juli 1907, als die Ortsgruppe Darmstadt im Odenwaldklub (OWK) 25 Jahre bestand, wurde der steinerne Turm eingeweiht. Im Kaiserturm befindet sich die höchstgelegene Wirtschaft des Odenwalds. Bei guter Sicht kann man über die Rheinebene bis zum Pfälzerwald und über Frankfurt am Main in den Taunus blicken.
Wir folgen nun dem roten Quadrat, gehen am Seibertstein vorbei und halten uns auf dem Fahrweg links.
Ludwig Seibert
Ludwig Seibert hat 1889 das heute noch gültige Wegesystem des Odenwaldklubs erstellt. Hierbei verlaufen weiß und gelb markierte Wanderwege in West-Ost-Richtung, während blaue und rote Zeichen von Nord nach Süd führen.
Den Gedenkstein hat der Odenwaldklub im Jahr 1926 geschaffen.
An der Kreuzung einige Meter weiter geht es rechts hinunter. Bald darauf entspringt auf der rechten Seite die Gersprenz.
Gersprenz
Die Gersprenz ist 47 km lang und fließt bei der Staustufe Kleinostheim in den Main. Eigentlich hat die Gersprenz keine eigene Quelle; sie entsteht durch den Zusammenfluß von Mergbach und Osterbach bei Reichelsheim-Bockenrod. Allerdings wird die Quelle des Mergbachs auch als Gersprenzquelle bezeichnet.
An der Kreuzung biegen wir links ab und gehen kurz darauf geradeaus auf dem asphaltierten Weg hinunter. Wir überqueren die Landstraße und gelangen nach Neunkirchen, einen Ortsteil der Gemeinde Modautal (2:55). Unser Weg führt mit dem Wegzeichen "weißer Balken" vor der Kirche links Richtung "Brandau" ab. Wir überqueren erneut die Landstraße und gehen an der Kreuzung geradeaus. Links von uns fließt bald darauf die Modau. Wir gehen das Tal hinunter und erreichen Brandau. Es geht hier den Neunkircher Weg hinunter und am Ende der Straße nach links in die Lützelbacher Straße. Bei einer Rechtskurve gehen wir geradeaus und an der Straßengabelung rechts hinunter. An einer weiteren Kreuzung laufen wir geradeaus am Rathaus vorbei und nehmen die zweite Abzweigung links Richtung "Beedenkirchen". Bei der nächsten Abzweigung geht es rechts in die Hechlergasse und erneut die zweite Abzweigung links in den Bensheimer Weg. Nach dem letzten Haus wandern wir geradeaus auf dem asphaltierten Weg weiter.
An einer Weggabel benutzen wir den rechten Weg und gehen kurz darauf links Richtung "Beedenkirchen". Bei einem Blick zurück können wir die Spitze des Kaiserturms auf der Neunkircher Höhe sehen. Wir kreuzen einen asphaltierten Weg und laufen geradeaus auf den Feldweg. An einer Abzweigung gehen wir rechts nach Beedenkirchen hinunter. Wir laufen den Pflasterweg entlang und biegen dann rechts in die Hechlergasse ein. Nach der Gaststätte "Zur Linde" wenden wir uns links und dann geradeaus in die Straße "Am Stotz". Nach dem letzten Haus geht es links hinunter. Wir überqueren einen Bach und gehen bei der Rechtskurve geradeaus und die Stufen hinauf.
Am Parkplatz "Römersteine" (4:30) biegen wir rechts ab und nehmen nach der Schranke den linken Weg. Wir gehen im spitzen Winkel rechts hinauf und benutzen an der Weggabelung den rechten Weg. Wir folgen nun diesem Weg in Kehren hinauf. Wir erreichen das Felsenmeer und sehen bei einer Linkskurve auf der rechten Seite den Riesensarg. An der Wegkreuzung mit einer Schutzhütte biegen wir links Richtung "Reichenbach" ab und folgen nun dem weißen Andreaskreuz. Kurz darauf gelangen wir zum Altarstein und der Riesensäule (5:00).
Felsenmeer
Die Sage vom Felsenmeer handelt von zwei Riesen, die in der Gegend von Reichenbach wohnten, der eine auf dem Felsberg, der andere auf dem Hohenstein. Als sie Streit bekamen, bewarfen sie sich mit Felsbrocken. Der Hohensteiner war im Vorteil, er hatte mehr Wurfmaterial. So kam es, dass der Felsberger Riese bald unter den Blöcken begraben wurde; gelegentlich hört man ihn noch darunter brüllen. So wurde im Volksmund die Entstehung des Felsenmeeres erklärt.
Sehenswert sind die bearbeiteten Steine im römischen Steinbruch. Bei vielen Steinen handelt es sich um Fehlproduktionen, die nicht abtransportiert wurden, und so noch heute an Ort und Stelle zu sehen sind, wie z.B. die Steinsäule.
Nach dem Kiosk führt unser Weg links hinunter. Wie achten nun aufmerksam auf das Wegzeichen. Wir queren einen Weg, gehen rechts am Felsenmeer entlang abwärts und überqueren die Holzbrücke. Wir gehen rechts den Weg hinunter und biegen kurz darauf rechts ab, dem Wegzeichen folgend. Am unteren Ende des Felsenmeers angekommen laufen wir den asphaltierten Weg hinunter. Am Parkplatz geht es rechts in den Seifenwiesenweg und am Sportplatz vorbei. Am Ende der Straße biegen wir rechts in die Beedenkirchener Straße und dann erneut rechts in die Nibelungenstraße. An der Bushaltestelle endet diese Wanderung (5:30).
Weitere Informationen
Anfahrt
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit dem Bus 665 von Bensheim Richtung Lindenfels, Haltestelle "Reichenbach Markt".
Mit dem Auto: Auf der B47 von Bensheim Richtung Lindenfels; in Reichenbach links abbiegen Richtung "Felsenmeer" und "Parkplatz Naturpark". Parkplätze sind unterhalb des Felsenmeers vorhanden. Weg zum Start siehe Ende der Wegbeschreibung.
Wanderkarten
Freizeitkarte 1:20.000 – Blatt 5: Bergstraße-Odenwald
Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
ISBN 978-3-89446-311-3
Freizeitkarte 1:50.000 – NO West Nördlicher Odenwald
Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
ISBN 978-3-89446-291-8
Die Wanderung wurde am 26. März 2007 aktualisiert.
Steckbrief
Anspruch:- Start / Ende: Bushaltestelle "Markt" in Reichenbach
- Wanderzeit: 5:30 Std.
- Länge: 19,9 km
- Tiefster Punkt: 192 m
- Höchster Punkt: 605 m
- Summe Steigungen / Gefälle: 665 m
Weitere Verweise
- Fotogalerie: Bilder von der Wanderung
- Historie: Ausbau der Nibelungenstraße in Reichenbach 1839 (Bergsträßer Anzeiger, 27. März 2007)
- Historie: Bergwerk am Hohenstein (Bergsträßer Anzeiger, 23. August 2007)












