Waldnerturm und Steinerner Gaul
Hemsbach - Waldnerturm (Vierritter-Turm) - Steinerner Gaul (Stennen Ros) - Kreuzwald - Hemsbach
Wegbeschreibung
Die Wanderung startet am Bahnhof von Hemsbach. Wir gehen geradeaus in die Bachgasse und folgen der Markierung "gelbe Scheibe". Nach einer Links- und Rechtskurve geht es an der katholischen Kirche vorbei. Wir überqueren die Straße und laufen schräg links den Mühlweg hinauf. An der Gabelung halten wir uns rechts und laufen den Oberen Zeilbergweg hinein. Kurz darauf führt links ein Fußweg ab, der uns am Hemsbach entlangführt. Es geht über den Wanderparkplatz "Mühlweg"; an der Weggabelung kurz darauf halten wir uns links und wandern am jüdischen Friedhof vorbei.
Jüdischer Friedhof
Der jüdische Friedhof wurde im Jahre 1674 angelegt. Er diente als Verbandsfriedhof für die umliegenden Orte und und besteht aus mehr als 1000 Grabsteinen. Die letzte Bestattung wurde 1940 vorgenommen.
An der Kreuzung passieren wir die Schutzhütte und folgen dem Weg geradeaus aufwärts. In Kehren geht es langsam den Berg hinauf; bald darauf sehen wir auf der Anhöhe bereits den Waldnerturm. Es geht an einer Abzweigung vorbei und einige Meter weiter links Richtung "Juhöhe". Die Markierung "roter Balken" ist nun das Wegzeichen, das uns auch gleich zum Waldnerturm führt (0:45).
Waldnerturm
Der Waldnerturm wird wegen seiner vier Büsten an den Ecken auch Vierritter-Turm genannt. Er wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in seiner heutigen Form aus Granit gebaut. Er hat seinen Namen von dem Grafengeschlecht Waldner, das den Schafhof (Waldnerhof) unterhalb des Turms bewirtschaftete; diese veranlassten auch den Bau des Turms.
Wir wenden uns nach der Schranke rechts auf den asphaltierten Weg und biegen einige Meter weiter links ab. Am Parkplatz "Schaumesklingel" geht es geradeaus in den Pfalzgrafenbuschweg. An einer Weggabel folgen wir dem Weg nach links. An der darauffolgenden Abzweigung halten wir uns rechts. Bald führt links ein Pfad mit der Naturpark-Markierung 1 zum "Steinernen Gaul" ab.
Steinerner Gaul
Das Felsgebilde aus dem Jahr 805 läßt auf ein liegendes Pferd mit Fohlen schließen. Es markierte die südliche Grenze der früheren Mark Heppenheim und wurde im Lorscher Codex als "Stennen Roß" dokumentiert. Einige Meter weiter befindet sich auf der rechten Seite ein Altarstein mit eingearbeiteter Mulde.
Wir wandern auf dem Pfad weiter und wenden uns links auf den Forstweg. Wir richten uns nun nach dem Wegzeichen "weißes Dreieck" und erreichen die Wallfahrtsstätte auf dem Kreuzberg (1:30).
Wallfahrtsstätte Kreuzberg
Hierbei handelt es sich um eine frühere heidnische Kultstätte. Lorscher Mönche errichteten hier 1350 eine Kapelle, die jedoch mehrfach zerstört und wiederaufgebaut wurde. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Wallfahrtsstätte am Kreuzberg von einer Einsiedelei betreut; diese wurde jedoch 1808 verlassen und zusammen mit der Kapelle abgerissen. Heutzutage stehen hier vierzehn gußeiserne Stationsbilder, die den Leidensweg Jesu darstellen, und ein Altarkreuz. Jährlich am Pfingstmontag findet hier eine Prozession statt, bei der die Heilige Messe unter freiem Himmel gefeiert wird.
Hier wenden uns nach rechts und folgen weiterhin dem weißen Dreieck. Der Weg führt nun abwärts Richtung Laudenbach. Wir wandern an der Heinrich-Wind-Hütte vorbei. Nach einer Schranke biegen wir rechts ab und passieren die Alfred-Nogler-Hütte; rechts bieten sich Ausblicke auf Heppenheim und Ober-Laudenbach. An der darauffolgenden Kreuzung verlassen wir den Fahrweg und laufen den schmalen Pfad in Serpentinen abwärts. Es geht rechts auf den Asphaltweg nach Laudenbach. Vor der Brücke biegen wir links ab und folgen nun dem Burgenweg (Markierung "blaues B"). Bei der Gabelung geht es links weiter. Der Weg führt nun durch die Weinberge mit Blick auf die Rheinebene.
An einem Hochsitz geht es rechts hinunter und nach den Stufen wenden wir uns nach links und folgen dem Weg nach rechts. Kurz darauf biegen wir erneut links ab. Nach dem Überqueren eines Baches laufen wir links auf den asphaltierten Weg. Bei einer Wegkreuzung geht es geradeaus und einige Meter weiter rechts hinab. Bald darauf erreichen wir die ersten Häuser von Hemsbach. Wir laufen die Straße entlang, biegen an deren Ende nach links ab und überqueren die Straße an der Ampel. Nun folgen wir wieder dem Wegzeichen "gelbe Scheibe" durch die Bachgasse und erreichen schließlich den Bahnhof, an dem diese Wanderung endet (2:45).
Weitere Informationen
Anfahrt
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Hemsbach liegt an der Bahnstrecke von Mannheim/Heidelberg nach Darmstadt.
Mit dem Auto: A5 Heidelberg Richtung Darmstadt / Anschlußstelle Hemsbach. Am Bahnhof sind Parkplätze vorhanden.
Einkehren
Möglichkeit zur Einkehr in Laudenbach und Hemsbach.
Wanderkarten
Freizeitkarte 1:20.000 – Blatt 8: Bergstraße-Weschnitztal
Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
ISBN 978-3-89446-303-8
Freizeitkarte 1:50.000 - Blatt F 513 Mannheim / Heidelberg
Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg
ISBN 978-3-89021-606-4
Freizeitkarte 1:50.000 – NO West Nördlicher Odenwald
Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
ISBN 978-3-89446-291-8
Die Wanderung wurde am 21. Mai 2009 aktualisiert.
Steckbrief
Anspruch:- Start / Ende: Bahnhof Hemsbach (Bergstraße)
- Wanderzeit: 2:45 Std.
- Länge: 11,1 km
- Tiefster Punkt: 103 m
- Höchster Punkt: 346 m
- Summe Steigungen / Gefälle: 283 m












