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Hemsbergturm

49° 40' 8" N, 8° 38' 22" O/ 262 m über NN

DD,dddd°(WGS84)
49.66897° N, 8.63947° O
DD° MM,mmm'(WGS84)
49° 40.138' N, 8° 38.368' O
DD° MM' SS"(WGS84)
49° 40' 8" N, 8° 38' 22" O
UTM(WGS84)
32U 473985 5501889

Geschichte

Hemsbergturm
Hemsbergturm

Der Hemsbergturm wird zu den Bismarcktürmen gezählt und befindet sich auf dem Hemsberg oberhalb von Bensheim. Der Odenwaldklub plante bereits 1889 einen Aussichtsturm auf dem Gipfel des Hemsbergs. Die Planungen waren Teil einer großen landschaftsgestalterischen Idee und standen in Zusammenhang mit den Anlagen des Schönberger Schlossparks, des Auerbacher Fürstenlagers, des Kirchberghäuschens und des späteren Luginsland. Mit der Ausführung wurde Heinrich Metzendorf, der „Baumeister der Bergstraße”, beauftragt. Die Bezeichnung erhielt er durch die Realisierung von 130 Bauvorhaben in Bensheim. Er strebte nach Harmonie von Bauwerk und gestalteter Landschaft.

Planung

Die ersten Planungsunterlagen stammten aus dem Jahr 1897, drei Jahre später konnte nach langwieriger Mittelbschaffung der Bau des Turmes begonnen werden. Die Hauptversammlung des Odenwaldklubs beschloss knapp drei Jahre nach dem Tod des ersten Reichskanzlers, Otto von Bismarck, den Turm zum Gedenken an den Begründer der deutschen Einheit „Bismarckturm” zu nennen.

Der Turm wurde am 6. Juli 1902 mit einem großen Festprogramm eingeweiht. Die Baukosten betrugen 8000 Mark, von denen der Kommerzienrat und Papierfabrikant Wilhelm Euler 4300 Mark als Darlehen zur Verfügung stellt, auf dessen Rückzahlung er später verzichtete.

Umbau

Im Jahr 1956 wurde das ursprünglich offene Obergeschoss des Turmanbaus, das ursprünglich als Besucherterrasse geplant war, mit Fenstern versehen und dient seitdem als Wandererheim. Leider ging die architektonisch gewollte Leichtigkeit des Bauwerks dadurch verloren. Der Hemsbergturm ist an Sonn- und Feiertagen bewirtschaftet.

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