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Burg Dilsberg

49° 23' 56" N, 8° 50' 14" O/ 296 m über NN

DD,dddd°(WGS84)
49.39893° N, 8.83713° O
DD° MM,mmm'(WGS84)
49° 23.936' N, 8° 50.228' O
DD° MM' SS"(WGS84)
49° 23' 56" N, 8° 50' 14" O
UTM(WGS84)
32U 488183 5471817

Geschichte

Burg Dilsberg
Burg Dilsberg
Historischer Brunnenstollen Burg Dilsberg
Historischer Brunnenstollen der Burg Dilsberg

Der Kegel des Dilsbergs wurde vor Millionen von Jahren vom Neckar herausgebildet. Bereits die Römer hinterließen hier die ersten Spuren auf der Gemarkung. Um das Jahr 1150 wurde die Burg Dilsberg von den Grafen von Lauffen errichtet, 1208 kam sie erstmalig in einer Urkunde als „Dilighesberch” vor. Wenig später entwickelte sich ein Städtchen um die Burganlage, das im Schutz einer Mauer lag. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem bedeutenden Platz in der Kurpfalz, an die die Burg im Jahr 1300 fällt, und für das Schloss Heidelberg. 1347 wurde Dilsburg zur Stadt erhoben.

Aufgrund der Lage galt das Feste lange Zeit als uneinnehmbar. Das erste Mal wurde sie während des Dreißigjährigen Krieges von kaiserlichen Truppen unter Tilly nach langer Belagerungszeit eingenommen. Eine weitere Besetzung erfolgte 1633 durch die Schweden. Dabei wurde sie nie militärisch gestürmt und auch nicht zerstört.

Doch die Zeiten änderten sich und zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Burg bedeutungslos: Nach dem Ende der Kurpfalz fiel sie an das Land Baden und diente als Gefängnis. Ab 1822 gab die Obrigkeit die Genehmigung zum Abbruch frei und viele Bewohner trugen die Steine zum eigenen Hausbau ab.

Später erkannte man die Besonderheit des Dilsbergs und seiner Landschaft für den Tourismus, um das Jahr 1895 restaurierte und sanierte man die Burgruine. Eine Besonderheit ist der sechseckige Treppenturm und die polygonale Mantelmauer, die begehbar ist, und von der ein herrlicher Panoramablick in das Neckartal und bis zum Steinsberg im Kraichgau schweift.

Brunnen

In der Feste Dilsberg befindet sich ein 46 Meter tiefer Brunnen, der in Belagerungszeiten die Bewohner mit Wasser versorgte. Er wurde in zwei Abschnitten erbaut: Der zunächst nur 20 Meter tiefe Brunnen wurde aufgrund der vergrößerten Burgmannschaft tiefer in das Gestein getrieben. Beim Bau war allerdings die Luftzufuhr für die Brunnenbauer knapp, so dass ein Querstollen errichtet wurde, um die Zufuhr von Sauerstoff zu gewährleisten. Dieser 80 Meter lange Stollen wurde 1896 entdeckt. Er wurde 1926 freigelegt und ist begehbar. Die Schlüssel für den Brunnenstollen gibt es beim Kauf der Eintrittskarten gegen ein Pfand. In dem Gang herrscht ganzjährig eine Temperatur von 12°C, auch im Sommer sollte man bei einer Besichtigung etwas Warmes dabei haben. Von Ende September bis Anfang Mai dient der Stollen Fledermäusen als Winterquartier. Übrigens schrieb auch Mark Twain über den Brunnenstollen – er hatte Vorfahren aus der Umgebung von Dilsberg und spendete für die Freilegung des teilweise verschütteten Stollens.

Öffnungszeiten

Die Anlage ist vom 1. April bis 31. Oktober von Dienstags bis Sonntags zwischen 10 und 17:30 Uhr geöffnet, in der Winterzeit nur nach Voranmeldung. Bei schlechtem Wetter ist eine frühere Schließung möglich.

Öffentliche Führungen 2018

Die Führungen durch die Burg und den Brunnenstollen finden um 15 Uhr statt und kosten für Erwachsene 3€ und Kinder 1€ (zuzüglich zum Eintrittspreis), Treffpunkt ist im Burginnenhof.

  • Dienstag, 1. Mai (Tag der Arbeit)
  • Sonntag, 6. Mai
  • Donnerstag, 10 Mai (Christi Himmelfahrt)
  • Sonntag, 13. Mai (Muttertag)
  • Sonntag, 20. Mai (Pfingstsonntag)
  • Montag, 21. Mai (Pfingstmontag)
  • Sonntag, 27. Mai
  • Donnerstag, 31. Mai (Fronleichnam)
  • Sonntag, 3. Juni
  • Sonntag, 10 Juni
  • Sonntag, 17. Juni
  • Sonntag, 24. Juni
  • Sonntag, 1. Juli
  • Sonntag, 8. Juli
  • Sonntag, 15. Juli
  • Sonntag, 22. Juli
  • Sonntag, 29. Juli
  • Sonntag, 4. August
  • Sonntag, 12. August
  • Sonntag, 19. August
  • Sonntag, 26. August
  • Sonntag, 2. September
  • Sonntag, 9. September
  • Sonntag, 16. September
  • Sonntag, 23. September
  • Sonntag, 30. September
  • Mittwoch, 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit)
  • Sonntag, 7. Oktober
  • Sonntag, 14. Oktober
  • Sonntag, 21. Oktober
  • Sonntag, 28. Oktober

Wandervorschlag