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Dianaburg

Historie

Pavillon Dianaburg
Pavillon Dianaburg
Parforcejagd an der Dianaburg
Parforcejagd an der Dianaburg: Gemälde von 1768 von Georg Adam Eger

Die Dianaburg wurde 1765 als barockes Jagdschloss vom hessischen Landgraf Ludwig VIII. bei Arheilgen erbaut. Es war Teil der Anlage des Jagdschlosses Kranichstein. Der Name wurde von Diana, der römischen Göttin der Jagd, entliehen. Ursprünglich war das Gebäude ein Geschenk für seinen Sohn Ludwig IX. gedacht, letztendlich wurde es zu Ehren von dessen Frau Karoline errichtet, die ebenfalls gerne an den Jagden teilnahm.

Die Anlage stand auf einem künstlichen Hügel und diente zur Übernachtung von Jagdgesellschaften. Von dort brachen die Jäger zu Parforcejagden auf, nach dem erfolgreichen Erlegen des Wildes wurde hier gespeist.

Bei einem Besuch 1768 schrieb Friedrich V. von Hessen-Homburg über das Schlösschen:

Mit dem Tode Ludwigs VIII. drei Jahre nach Fertigstellung begann der Niedergang des Gebäudes. Sein Sohn interessierte sich für militärische Dinge und nicht für die Jagd. Die Parforcejagd wurde aufgrund von hohen Kosten und den Schäden in der Landwirtschaft abgeschafft. Das nun ungenutzte Gebäude verfiel. Im Jahre 1808 wurde es versteigert und abgebrochen.

1830 ließ Ludwig III. die Grundmauern der Dianaburg ausgraben und sechs Jahre später an dieser Stelle einen kleinen Jagdpavillon im Biedermeierstil errichten. Zwischen 1953 und 1990 wurde der Pavillon für Veranstaltungen genutzt, in der Folgezeit stand er leer. Ab 2004 erfolgte eine Renovierung des Gebäudes, die Wiedereröffnung fand 2008 statt. Seit August 2012 befindet sich im Pavillon ein Trauzimmer.

49° 55' 22" N, 8° 41' 56" O/ 156 m über NN

DD,dddd°(WGS84)
49.92276° N, 8.69876° O
DD° MM,mmm'(WGS84)
49° 55.366' N, 8° 41.926' O
DD° MM' SS"(WGS84)
49° 55' 22" N, 8° 41' 56" O
UTM(WGS84)
32U 478376 5530086

Wanderung