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Dicke Eiche

49° 34' 58" N, 8° 56' 28" O/ 340 m über NN

DD,dddd°(WGS84)
49.58288° N, 8.9412° O
DD° MM,mmm'(WGS84)
49° 34.973' N, 8° 56.472' O
DD° MM' SS"(WGS84)
49° 34' 58" N, 8° 56' 28" O
UTM(WGS84)
32U 495750 5492257

Über die Eiche

Dicke Eiche in Airlenbach
Dicke Eiche ca. 1960
Dicke Eiche ca. 1960

Die Dicke Eiche in Oberzent-Airlenbach wurde auch Siegfriedeiche genannt. Der Sage nach soll die Eiche aus einer Eichel erwachsen sein, die vom jungen Siegfried in den Boden gesteckt worden ist. Sie galt einst als eine der stärksten Eichen in Deutschland. Der Stammumfang betrug 8,30 Meter, ihr Alter wurde auf 800 Jahre geschätzt.

In den 1920er Jahren bildete der Baum eine mächtige und bizarr verzweigte Krone mit vielen aufstrebenden Starkästen. Ein damaliger Betrachter beschrieb eine „markante, kraftstrotzende Gestalt”. Doch in den folgenden Jahrzehnten baute sie stark ab. Im Jahre 1958 wurden aus Sicherungsgründen mehr als 30 Raummeter Holz entnommen. Doch ihr Lebenswillen war stark, jedes Jahr versuchte sie eine neue Krone auszubilden.

Rückschnitt

Doch dies wirkte sich ungünstig auf die Statik des Baumes aus, der hohle Stamm baute zunehmend ab. 2005 kappte man die Eiche oberhalb des unteres Astkranzes um sechs Meter. Dadurch konnte eine Entlastung um 4-5 Tonnen erreicht werden, die auch die Windlast bedeutend reduzierte.

Doch auch das reichte auf Dauer nicht aus, es war offensichtlich, dass der Stamm die beiden verbleibenden Stämmlinge und die verbliebene Krone nicht mehr lange tragen konnte. Um einen völligen Verlust der Dicken Eiche durch den Zusammenbruch unter der eigenen Last zu verhindern, wurde Ende 2012 der Baum aus Sicherheitsgründen bis auf einen Torso zurückgeschnitten. Das entnommene Holz wurde künstlerisch bearbeitet und als Altar in der Erbacher Krankenhauskapelle verwendet.

Errichtung eines Pavillons

2014 wurde für 20.000 Euro ein Pavillon um den verbliebenen Baumstamm errichtet, um ihn vor der Fäulnis zu schützen und Besuchern die Möglichkeit zu geben, die einstige Stärke des Baums und die damit verbundene Ausstrahlungskraft unmittelbar nachzuvollziehen.

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