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Erdbachschwinde

Historie

Erdbachschwinde
Erdbachschwinde

An der Erdbachschwinde (auch Erdbacheinschlupf genannt) in Erbach versickert der Bach auf einer Länge von etwa 700 Metern in einem labyrinthartigen Höhlensystem. Etwa 23 Stunden später erscheint der Erdbach wieder bei der Stockheimer Mühle. Im Erdmittelalter (vor ca. 240 Mio. Jahren) war der Odenwald von einem flachen Meer bedeckt. Fossilhaltige Kalkablagerungen bedeckten dabei das gesamte heutige Mittelgebirge, die im Verlauf der Erdgeschichte größtenteils abgetragen wurden. Im Erbach-Michelstädter Graben blieben einige Muschelkalkschollen erhalten. Durch Kalklösungsprozesse hat sich der Erdbach seinen Weg durch den Muschelkalk gesucht.

Im Jahre 1925 erforschten die ersten Forscher das Höhlensystem und mussten sich dabei in den nicht breiter als 50 bis 70 Zentimeter breiten Gänge kriechend fortbewegen. 400 Meter der Höhlengänge sind inzwischen erforscht.

Die Erdbachschwinde wurde vom Geo-Naturpark Odenwald-Bergstraße als Geotop des Jahres 2014 ausgezeichnet.

49° 39' 52" N, 9° 0' 17" O/ 230 m über NN

DD,dddd°(WGS84)
49.66457° N, 9.00472° O
DD° MM,mmm'(WGS84)
49° 39.874' N, 9° 0.283' O
DD° MM' SS"(WGS84)
49° 39' 52" N, 9° 0' 17" O
UTM(WGS84)
32U 500341 5501337

Wanderung